„Wen willst du nach der Arbeit in diesem Kleid küssen?“ – fragte der eifersüchtige Mafia-Boss seine Sekretärin
Er war der gefürchtetste Unterweltkönig der Stadt, und sie war die unantastbare Sekretärin, die all seine dunkelsten Geheimnisse kannte. Doch als sie an diesem Freitag im späten Oktober in einem Kleid ins Büro kam, das absolut nichts der Fantasie überließ, zerbrach seine eiskalte Kontrolle.
Niemand durfte sie anschauen – außer ihm.
Das oberste Stockwerk von Castellano Enterprises war eine Festung, die als Konzernzentrale getarnt war. Hinter den raumhohen Fenstern mit Blick auf die Skyline Manhattans wurden Geschäfte gemacht, die über Macht, Geld und Blut in der Stadt entschieden.
Im Zentrum dieses Imperiums stand Vincent Castellano – ein Mann, dessen Rücksichtslosigkeit in dunklen Gassen und höchsten Politikkreisen nur geflüstert wurde.
Aber die eigentliche Triebkraft des Imperiums saß direkt vor seiner Mahagonitür: Penelope Hayes.
Penelope war 28, messerscharf und unverschämt rund. In einer Unterwelt voller Size-Zero-Models und zerbrechlicher Trophäen war sie eine Anomalie. Dicke Oberschenkel, weicher runder Bauch, breite Hüften und ein üppiger Busen – sie kommandierte Respekt nicht durch Einschüchterung, sondern durch eine erschreckend perfekte Kompetenz.
Fünf Jahre lang hatte sie konservative Hosenanzüge in Marineblau, Schwarz und Anthrazit getragen. Den Kopf unten, das Herz verschlossen, die Grenzen befestigt.
Bis zu diesem Freitag.
Um 16:45 Uhr trat Vincent aus seinem Büro. Er hielt eine Akte in der Hand, bereit, seine üblichen Abendbefehle zu bellen.
Die Worte blieben ihm im Hals stecken.
Penelope hatte ihr übergroßes schwarzes Blazer ausgezogen. Darunter trug sie ein smaragdgrünes Seiden-Wickelkleid, das wie eine zweite Haut an ihr lag. Der tiefe V-Ausschnitt betonte ihre schweren Brüste, der enge Gürtel schnürte ihre Taille ein und ließ die dramatische Rundung ihrer Hüften und den weichen Bauch umso deutlicher hervortreten. Der Seitenschlitz enthüllte einen dicken, glatten Schenkel in schwarzer Strumpfhose.
Sie sah atemberaubend aus – mächtig, weiblich, verführerisch.
Vincent erstarrte. Die Akte knisterte unter seinem Griff.
„Mr. Castellano?“, fragte Penelope ruhig, obwohl ihr Herz raste. „Brauchen Sie den Quartalsbericht?“
Er antwortete nicht sofort. Stattdessen trat er langsam auf ihren Schreibtisch zu, stützte die großen, narbenübersäten Hände auf das Mahagoni und beugte sich vor.
„Wen willst du nach der Arbeit in diesem Kleid küssen, Penelope?“
Seine Stimme war ein tiefes, gefährliches Grollen.
Penelope stockte der Atem.
„Wie bitte?“
„Du hast mich verstanden“, knurrte er und kam noch näher. „Ein Kleid wie dieses trägt man nicht, um Akten zu sortieren. Also frage ich noch einmal: Wer ist er?“
Penelope hob das Kinn. „Mit allem Respekt, Vincent – mein Privatleben steht nicht in meinem Arbeitsvertrag.“
„Alles, was du tust, ist meine Angelegenheit“, erwiderte er dunkel. „Ist es jemand aus der Rechtsabteilung? Dann feuere ich ihn.“
„Es ist ein Blind Date. Nathaniel Reed. Wir treffen uns um sechs bei Laura.“
Sie griff nach ihrer Tasche und ging zum Aufzug.
Vincent sah ihr nach, die Hände zu Fäusten geballt. Sobald die Türen sich schlossen, wählte er eine Nummer.
„Mateo. Den Wagen. Wir fahren zu Laura. Und mach eine vollständige Überprüfung von Nathaniel Reed. Ich will wissen, wie viele Knochen ich ihm heute brechen werde.“
Das Date war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Nathaniel bestellte für sie beide Salat und gedämpften Fisch. Penelope orderte stattdessen ein saftiges Ribeye-Steak mit Kartoffelpüree und extra Blue-Cheese-Dressing.
Dann kamen die Fragen – zu spezifisch, zu professionell. Über die Hafenbücher. Über die doppelten Buchführungen. Über Vincent Castellano.
Penelope spürte die Falle.
Plötzlich verstummte das Restaurant. Die Jazzmusik brach ab.
Vincent Castellano betrat den Raum wie ein dunkler Gott. Ohne Krawatte, das Hemd halb offen, zwei tödliche Leibwächter im Rücken.
Er zog sich einen Stuhl heran, setzte sich direkt neben Penelope und drückte sein Bein schwer gegen ihres.
„Nathaniel Reed“, sagte er leise und tödlich. „Du bist weit weg von Bianke-Gebiet, Kleiner.“
Die Wahrheit kam ans Licht: Nathaniel war ein Spion der rivalisierenden Familie, der Penelope benutzen wollte, um an Vincents Unterlagen zu kommen.
Vincent packte ihn am Schlips, drückte ein Springmesser an seine Wange und flüsterte ihm eine Warnung zu, die den Mann kreidebleich machte.
Nathaniel floh wie ein geprügelter Hund.
Draußen auf der Straße explodierte die Wut zwischen ihnen.
„Du hast meinen Abend ruiniert!“, fuhr Penelope ihn an, Tränen in den Augen.
Vincent drängte sie gegen seinen Aston Martin, legte eine große Hand um ihren weichen Hals und sah sie mit brennender Besessenheit an.
„Ich habe fünf Jahre lang zugesehen, wie du dich in diesen schrecklichen Anzügen versteckt hast“, raunte er. „Fünf Jahre habe ich mich zurückgehalten, weil ich wusste: Sobald ich dich berühre, lasse ich dich nie wieder gehen. Jeder Mann, der dir zu nahe kam – ich habe ihn vernichtet.“
Penelope starrte ihn fassungslos an. Schock. Wut. Und eine dunkle, verbotene Erregung.
Dann brach die Hölle los.
Ein gepanzerter SUV der Bianke-Familie eröffnete das Feuer. Vincent warf sich schützend über Penelope, deckte ihren Körper komplett mit seinem eigenen ab, während Kugeln die Windschutzscheibe zerfetzten.
Seine Männer erwiderten das Feuer. Vincent schoss präzise zurück. Der Angriff endete in einem brennenden Wrack.
Später, in seinem Penthouse, kniete er vor ihr, entfernte Glassplitter aus ihrer Strumpfhose und sah zu ihr auf.
„Keine versteckten Anzüge mehr“, befahl er leise. „Du gehörst mir.“
Penelope fuhr mit den Fingern durch sein Haar und zog ihn zu sich.
Ihr erster Kuss war verzweifelt, hungrig und endgültig.
Am Montag betrat Penelope das Büro nicht mehr als unsichtbare Sekretärin.
Sie trug ein enges, tiefrotes Kleid, das jede ihrer prachtvollen Kurven betonte. An ihrer linken Hand funkelte ein riesiger Diamant.
Sie war nicht länger die Sekretärin.
Sie war die Königin.
Und der König wartete in seinem Büro – bereit, ihr die ganze Stadt zu Füßen zu legen.



