Pater Michael dachte, der Himmel hätte eine ganz besondere Belohnung für ihn vorbereitet… bis St. Petrus erklärte, wer hier eigentlich belohnt wird.

Pater Michael starrte fassungslos.
„Angela? Was machst du denn hier?“
Die junge Nonne lächelte süß und nahm seine Hand.
„Ich bin deine Belohnung, Pater.“
Sein Kiefer klappte fast herunter.
„Für mich?“
St. Petrus nickte.
„Genau.“
Pater Michaels Herz raste.
Vierzig Jahre Dienst.
Tausende Predigten.
Unzählige Beichten.
Und jetzt das?
Er versuchte, würdevoll zu bleiben.
„Nun… ich muss zugeben, das ist unerwartet.“
Angela lachte leise.
„Ich war auch überrascht.“
Pater Michael richtete seine Soutane und schaute zu St. Petrus.
„Nur damit ich das richtig verstehe… nach all meinen treuen Jahren hat der Himmel beschlossen, mich mit Schwester Angela zu belohnen?“
St. Petrus brach in schallendes Gelächter aus.
„Oh nein, Pater. Du hast es völlig falsch verstanden.“
Pater Michael blinzelte.
„Wie meinst du das?“
St. Petrus zeigte auf Angela und grinste breit.
„Du bist nicht ihre Belohnung…“
Der Pater runzelte die Stirn.
„Was geht hier vor?“
St. Petrus grinste noch breiter.
„Sie ist die Belohnung.“
Pater Michael schaute verwirrt.
„Für wen?“
Angela lächelte unschuldig.
Dann kam der Hammer von St. Petrus:
„Für alle, die vierzig Jahre lang deine Predigten jeden Sonntag ertragen haben!“
Pater Michael stand sprachlos da.
Angela konnte sich vor Lachen kaum halten.
Und kurz bevor Pater Michael aufwachte, hörte er St. Petrus noch rufen:
„Keine Sorge, Pater – wir haben hier oben auch eine Selbsthilfegruppe für ehemalige Gemeindemitglieder!“


