Lilli Palmer: 6 Ehefrauen, 3 Tote — Warum Rex Harrison auf ihrem Grab liegt

Lilli Palmer: 6 Ehefrauen, 3 Tote — Warum Rex Harrison auf ihrem Grab liegt

Im Sommer 1990, auf dem Forest Lawn Memorial Park in Glendale, Kalifornien, geschah etwas Ungewöhnliches. Ein Bestattungshelfer streute die Asche des berühmten Schauspielers Rex Harrison auf das Grab seiner zweiten Frau, Lilli Palmer. Doch dies war nicht die einzige Tragödie, die mit ihrem Namen verbunden ist.

Rex Harrison, ein gefeierter Schauspieler und Oscar-Preisträger, war bekannt für seine sechs Ehen, von denen drei Frauen in seinem Umfeld tragisch starben. Die Frage bleibt: Warum wählte er, trotz all seiner anderen Beziehungen, gerade Lillis Grab als seine letzte Ruhestätte?

Lilli Palmer, geboren 1914 in Posen, war eine talentierte Schauspielerin und Autorin, die Millionen von Menschen berührte. Ihre Kindheit war geprägt von den Lehren ihrer Mutter, die ihr beibrachte, vollständig zu vergeben, ohne je wieder darüber zu sprechen. Diese Lektion sollte sie ihr Leben lang begleiten.

1933 musste Lilli aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ihre Karriere in Deutschland aufgeben und floh nach Paris, wo sie mit ihrer Schwester in Nachtclubs auftrat. 1943 heiratete sie Rex Harrison, und ein Jahr später kam ihr Sohn Carie zur Welt. Doch die Ehe war von Affären und Skandalen geprägt, insbesondere Harrisons Beziehung zu Carol Landis, die 1948 unter tragischen Umständen starb.

Lilli reagierte auf die Affäre mit bemerkenswerter Stille und wählte das Schweigen als ihre Waffe. Jahre später, als Harrison eine weitere Affäre mit der britischen Schauspielerin Kay Kendall hatte, stimmte Lilli sogar der Scheidung zu, damit er sie heiraten konnte. Dies geschah, obwohl sie von Kendalls schwerer Krankheit wusste.

Nach ihrer Scheidung fand Lilli schließlich Frieden mit Carlos Thompson, einem argentinischen Schauspieler, mit dem sie in der Schweiz ein ruhiges Leben führte. Doch auch in dieser Beziehung gab es Geheimnisse, als Thompson psychisch labil wurde. Lilli selbst kämpfte gegen den Krebs, ohne es jemandem zu sagen.

Im Januar 1986 starb Lilli Palmer im Alter von 71 Jahren in Los Angeles. Ihre Beerdigung war privat, und Carlos Thompson kehrte nach Buenos Aires zurück, allein und mit gebrochenem Herzen. Nur vier Monate später nahm sich auch er das Leben, unfähig, ohne Lilli weiterzuleben.

Rex Harrison starb am 2. Juni 1990, und sein letzter Wunsch war es, einen Teil seiner Asche auf Lillis Grab zu streuen. Dies geschah 33 Jahre nach ihrer Scheidung und fünf Ehen später.

Warum wählte er gerade sie? War es die Vergebung, die sie ihm gewährte, oder die Liebe, die trotz aller Widrigkeiten blieb?

Die Geschichte von Lilli Palmer und Rex Harrison ist eine von Liebe, Verlust und unendlicher Vergebung. Was bleibt, sind die Fragen: Was bedeutet es, wirklich zu vergeben? Und kann man die Vergangenheit jemals hinter sich lassen?