Peter Maffay: „Ich war blind, taub und dumm” — 5 Ehen und ein Geheimnis

Peter Maffay: „Ich war blind, taub und dumm" — 5 Ehen und ein Geheimnis

Peter Maffay, der legendäre deutsche Musiker, hat in seinem Leben nicht nur über 50 Millionen Platten verkauft, sondern auch eine bewegte Geschichte hinter sich, die von persönlichen Tragödien und gescheiterten Ehen geprägt ist. „Ich war blind, taub und dumm“, sagt er über die Herausforderungen, die sein Leben und seine Beziehungen belastet haben.

Ein Foto, das ihn als kleinen Jungen mit seiner Mutter Augustin und einem roten Feuerwehrauto zeigt, steht seit über 60 Jahren auf seinem Schreibtisch. Augustin, die 1991 im Alter von 63 Jahren starb, war eine tragende Figur in Peters Leben, doch ihre Beziehung war von Abwesenheit und Schuldgefühlen geprägt. Während Peter zum erfolgreichsten Musiker Deutschlands aufstieg, kämpfte seine Mutter mit der Einsamkeit und der Last, die sie trug.

Die Geschichte beginnt in Kronstadt, Rumänien, wo Peter in einem von Geheimdiensten überwachten Haushalt aufwuchs. Sein Vater Wilhelm wurde mehrmals verhaftet, was die Familie in ständige Angst versetzte. Peter, der als Kind oft allein gelassen wurde, erfuhr erst Jahre später von den wahren Umständen seiner Kindheit.

Die Flucht nach Deutschland im Jahr 1963 sollte ein Neuanfang sein, doch die Herausforderungen blieben.

Mit 21 Jahren startete Peter Maffay seine Musikkarriere. Seine erste Ehe mit Petra Küfner endete nach nur vier Jahren. Es folgten weitere Ehen, die alle scheiterten.

Die zweite Frau, Chris Heinze, brachte ihm eine Tochter, Nina, die heute Ärztin ist, doch auch diese Beziehung hielt nicht. Maffay selbst gesteht, dass er oft egoistisch war und die Musik über die Familie stellte.

Nach mehreren gescheiterten Ehen fand Peter 1999 auf Mallorca eine neue Liebe in Tanja Spengler. Doch auch diese Ehe endete, als er sich in eine 28-jährige Lehrerin verliebte. Peters Leben war ein ständiger Kreislauf von Trennungen und neuen Beziehungen, während er gleichzeitig versuchte, seine Karriere als Musiker fortzusetzen.

Die größte Tragödie seines Lebens war der Suizid seiner Mutter. Peter war zu diesem Zeitpunkt auf Tour und hatte keine Zeit für sie. Diese Abwesenheit lastete schwer auf ihm und führte zu einem tiefen Gefühl der Schuld.

„Ich habe sie nicht gerettet“, sagt er rückblickend über die Frau, die ihm alles geopfert hatte.

Im Jahr 2007 kehrte Peter nach Rumänien zurück, um die Wurzeln seiner Familie zu erkunden. Er nahm Erde aus dem Garten seiner Großmutter mit und legte sie auf das Grab seiner Mutter in Bayern. Diese symbolische Geste war für ihn ein Schritt zur Versöhnung mit seiner Vergangenheit.

Heute widmet sich Peter Maffay der Unterstützung traumatisierter Kinder durch seine Stiftung. Über 1000 Kinder jährlich profitieren von seinen Projekten, die ihnen helfen, mit ihren Erfahrungen umzugehen. Er versucht, das zu tun, was er für seine eigene Mutter nicht konnte – anderen zu helfen.

Peter Maffay ist ein Mann, der aus seiner Vergangenheit gelernt hat und versucht, die Fehler seiner Jugend zu korrigieren. Doch die Frage bleibt: Kann man wirklich die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen?