Ich stand vor dem leeren Haus meines Sohnes und hielt einen frisch gebackenen Apfelkuchen in den Händen. Keine Möbel, keine Vorhänge, kein Leben. Mein Sohn hatte mir noch gestern ein Foto seines…

Ich stand vor dem leeren Haus meines Sohnes und hielt einen frisch gebackenen Apfelkuchen in den Händen. Keine Möbel, keine Vorhänge, kein Leben. Mein Sohn hatte mir noch gestern ein Foto seines...

Ich stand unter dem Vordach und hielt einen noch ofenwarmen Apfelstreuselkuchen in den Händen. Durch das Wohnzimmerfenster meines Sohnes sah ich einen völlig leeren Raum. Keine Möbel, keine Teppiche, nicht einmal die Vorhänge, die ich den beiden vor zwei Jahren zum Hochzeitstag geschenkt hatte. Das Haus war eine hohle Hülle, und die Stille darin hallte so laut wider, dass mir die Brust eng wurde.

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Kein Sterbenswort hatte man mir gesagt. Erst gestern hatte mir mein Sohn Carsten noch ein Foto von seinem Hund geschickt. Heute waren sie wie vom Erdboden verschluckt. Ich stellte die Kuchenform auf dem Holzgeländer ab und holte mein Handy aus der Tasche.

Ich wählte Carstens Nummer, aber die Mailbox sprang sofort an. Dann rief ich Bianca an, meine Schwiegertochter. Sie ging nach dem dritten Klingeln ran. Im Hintergrund klapperte Geschirr, und ich hörte das leise Summen eines nagelneuen Kühlschranks.

„Hallo Gisa