Eine natürliche Krankenhausgeburt im Flagler Hospital – Wie Abby ihren Traum von einer interventionsarmen Geburt verwirklichte

Eine natürliche Krankenhausgeburt im Flagler Hospital – Wie Abby ihren Traum von einer interventionsarmen Geburt verwirklichte

Schon als kleines Mädchen wusste Abby, dass sie eines Tages ein Baby auf natürlichem Weg zur Welt bringen wollte. Fast drei Jahrzehnte zuvor hatte ihre Mutter sie und ihren Bruder ohne medizinische Eingriffe geboren – eine Erfahrung, die Abby tief beeindruckte. Als sie schließlich selbst schwanger wurde, stand für sie fest: Sie wollte ihrem Körper vertrauen und ihr Kind möglichst natürlich zur Welt bringen.image-asset (11).jpeg

Während eines Treffens für werdende Eltern in St. Augustine lernte Abby die Geburtsfotografin und Doula Dallas Arthur kennen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Mike entschied sie sich, Dallas in ihr Geburtsteam aufzunehmen. Rückblickend sollte diese Entscheidung den besonderen Tag der Geburt ihres Sohnes Banner Kai noch unvergesslicher machen.

Am 4. Januar, bei 38 Wochen und 4 Tagen Schwangerschaft, bemerkte Abby erstmals deutliche Veränderungen. Sie verspürte starken Druck im Becken und machte einen langen Spaziergang am Strand, in der Hoffnung, dass sich ihr Körper langsam auf die Geburt vorbereiten würde. Noch in derselben Nacht verlor sie den Schleimpfropf, und an den folgenden beiden Morgen bemerkte sie die ersten blutigen Anzeichen dafür, dass die Geburt näher rückte.

In der Nacht zum 5. Januar wurde sie gegen Mitternacht wach und bemerkte frisches Blut. Nach einem Telefonat mit ihrer Hebamme kontrollierte sie zunächst die Kindsbewegungen. Da sich das Baby weiterhin gut bewegte und die Blutung rasch nachließ, blieb sie zu Hause und wartete ab. Kurz darauf begannen regelmäßige Wehen, die sich deutlich von den bisherigen Übungswehen unterschieden. Schlaf war nun nicht mehr möglich.

Gegen 4 Uhr morgens kam ihre Mutter Joy zu ihnen nach Hause. Als die Wehen immer intensiver wurden, platzte gegen 8:30 Uhr schließlich die Fruchtblase – spektakulär und mit einem kräftigen Schwall Fruchtwasser, genau wie in vielen Filmen. Von diesem Moment an wurden die Wehen deutlich kräftiger und kamen immer schneller hintereinander.

Während Mike die Geburtsfotografin Dallas informierte, machte sich diese sofort auf den Weg von Jacksonville nach St. Augustine. Als sie das Haus betrat, fand sie eine überraschend ruhige Atmosphäre vor. Sonnenlicht fiel durch die Fenster, leise Musik spielte im Hintergrund und Abby arbeitete konzentriert mit jeder einzelnen Wehe. Trotz der langen Nacht wirkte sie entschlossen und voller Vertrauen in ihren Körper.

Für Abby war die Unterstützung ihrer Mutter etwas ganz Besonderes. Joy hatte sich während der Schwangerschaft sogar zur DONA-Doula ausbilden lassen, um ihre Tochter bestmöglich begleiten zu können. Liebevoll schrieb sie über mehr als sechs Stunden jede einzelne Wehe von Hand auf – genau wie einst Abbys eigener Vater während ihrer Geburt. Diese handgeschriebenen Notizen sollten später zu einer wertvollen Erinnerung für den kleinen Banner werden.

Als die Wehen regelmäßig alle vier bis fünf Minuten kamen, machte sich die Familie gegen 10:30 Uhr auf den kurzen Weg ins nur wenige Minuten entfernte Flagler Hospital. Abby kniete während der Autofahrt auf dem Beifahrersitz, um die Wehen besser verarbeiten zu können. So konzentriert war sie auf ihren Körper, dass sie barfuß durch den Parkplatz und die Eingangshalle des Krankenhauses lief und ihre Schuhe erst im Aufzug wieder anzog.

Im Krankenhaus wurde Abby in einem speziell eingerichteten Raum für interventionsarme Geburten aufgenommen. Die erste Untersuchung ergab einen Muttermund von fünf Zentimetern. Nach der vorgeschriebenen Herztonüberwachung des Babys und dem Legen eines venösen Zugangs durfte sie sich frei bewegen und verschiedene Geburtspositionen ausprobieren.

Die Hebammen und Pflegekräfte unterstützten ihren Wunsch nach einer möglichst natürlichen Geburt. Sie stellten eine weiche Matte, einen Gymnastikball und eine Geburtswanne bereit. Mike und Joy verwandelten sogar das kleine Badezimmer in eine entspannende Wohlfühloase mit batteriebetriebenen Kerzen, ätherischen Ölen und beruhigender Musik. Während Abby im warmen Wasser entspannte und zwischen manchen Wehen sogar kurz einschlief, las ihre Mutter ihr selbst geschriebene Geburtsaffirmationen vor, die sie immer wieder daran erinnerten, ihrem Körper zu vertrauen.20-st-augustine-birth-photographer-flagler-doula.jpeg

Als eine Hebamme sie im Wasser untersuchen wollte, lehnte Abby zunächst ab. Sie wollte vermeiden, sich von einer möglichen Zahl entmutigen zu lassen und sich dadurch unnötig unter Druck setzen zu lassen. Wenig später verspürte sie jedoch einen starken natürlichen Pressdrang. Da Geburten im Wasser im Krankenhaus nicht erlaubt waren, bat das Team sie, die Wanne zu verlassen.

Jetzt zeigte sich die außergewöhnliche Unterstützung ihres Mannes Mike. Während der gesamten Geburt wich er nicht von ihrer Seite. Immer wieder sprach er ihr Mut zu und erinnerte sie daran, wie gut sie sich gemeinsam vorbereitet hatten. Das Paar hatte einen Bradley-Geburtskurs absolviert, der den Partner intensiv auf seine unterstützende Rolle während der Geburt vorbereitet. Dieses Wissen half beiden, jede Phase der Geburt bewusst zu erleben.

Nach einer erneuten Untersuchung stand fest: Abby war vollständig eröffnet. Sie legte sich leicht zurückgelehnt aufs Bett und begann intuitiv mit jeder Wehe mitzuschieben. Vor der Geburt hatte sie große Angst vor dem sogenannten „Ring of Fire“ gehabt – dem brennenden Gefühl beim Austritt des Köpfchens. Zu ihrer Überraschung verspürte sie jedoch hauptsächlich Druck und kaum Schmerzen.

Gemeinsam mit ihrer Hebamme, ihrem Mann und ihrer Mutter brachte Abby ihren Sohn Stück für Stück näher zur Welt. Immer häufiger wurde das Köpfchen sichtbar, bis schließlich der große Moment gekommen war.

Um 16:14 Uhr wurde Banner Kai geboren. Abby durfte ihren Sohn selbst auffangen und ihn unmittelbar nach der Geburt auf ihre Brust ziehen. Für sie war es der emotionalste Augenblick ihres gesamten Lebens. Das Zimmer erfüllte sich mit Freudentränen, Lachen und dem ersten kräftigen Schreien des kleinen Jungen.

Banner wog 3.430 Gramm (7 lbs 9 oz), war 50 Zentimeter (20 Zoll) groß und wurde bei 39 Schwangerschaftswochen geboren. Er war von Anfang an aufmerksam, öffnete sofort die Augen und betrachtete neugierig seine Eltern.

Die Geburt verlief insgesamt so schonend, dass Abby lediglich zwei kleine Geburtsverletzungen erlitt, die ihre Hebamme versorgte, ohne dass Abby dabei nennenswerte Schmerzen verspürte. Kurz darauf begann Banner bereits mit dem ersten Stillen, während Mike sich ebenfalls zum Hautkontakt mit seinem Sohn ins Bett legte. Gemeinsam bestaunten die frischgebackenen Eltern jedes kleine Detail ihres Babys – seine lockigen Haare, die pausbäckigen Wangen und seine winzigen Zehen.

Für Joy begann unmittelbar danach eine neue Rolle. Aus der Doula wurde nun die stolze Großmutter. Sie hielt die Hand ihrer Tochter und sagte ihr immer wieder, wie unglaublich stolz sie auf sie sei.

Als die Nachmittagssonne durch die Jalousien fiel, verschickte Mike die ersten Nachrichten an Familie und Freunde: Banner Kai war gesund zur Welt gekommen. Für Abby blieb die Geburt genau das, was sie sich ihr ganzes Leben lang gewünscht hatte – eine ruhige, selbstbestimmte und natürliche Geburt, getragen von Vertrauen, Liebe und einem außergewöhnlichen Team aus Familie, Hebammen und Geburtsbegleitung.

Rückblickend betont Abby besonders die Bedeutung ihrer Geburtsfotografin Dallas Arthur. Für sie war Dallas weit mehr als nur eine Fotografin. Sie schenkte der Familie bleibende Erinnerungen an einen der bedeutendsten Tage ihres Lebens und begleitete die Geburt mit einer ruhigen, positiven Präsenz, die sie niemals vergessen wird.