Kapitel 7 | Der Weg nach Osten – Das Tagebuch des Martin Adler | Hörbuch

Kapitel 7 | Der Weg nach Osten - Das Tagebuch des Martin Adler | Hörbuch

Der deutsche Vormarsch im Osten offenbart eine erschütternde Wahrheit: In den Gesichtern der Feinde sehen wir uns selbst. Ein bislang unbekanntes Tagebuch eines Wehrmachtssoldaten zeichnet ein Bild des Zweiten Weltkrieges, das die offizielle Propaganda Lügen straft.

Es sind die Aufzeichnungen des Martin Adler, eines jungen Soldaten, der im September 1941 mit seiner Einheit durch die verwüsteten Landstriche Russlands zieht. Nach Tagen des Marsches durch verbrannte Erde und verlassene Dörfer erreicht die Truppe ein Dorf, das noch lebt. Die Bewohner sind nicht geflohen. Hier, in einer schlammigen Gasse gesäumt von niedrigen Holzhäusern mit strohgedeckten Dächern, den Isbar, wie ein Kamerad sie nennt, begegnet Adler zum ersten Mal den Menschen dieses Landes aus der Nähe. Nicht als fliehende Gestalten am Horizont, nicht als Tote in den Trümmern, sondern in ihrem Alltag, in ihren Häusern. Diese Begegnung, so schreibt er, sollte ihn tiefer berühren, als er es je erwartet hatte.

Die Bewohner des Dorfes sind fast ausschließlich Frauen, Kinder und alte Männer. Die jungen Männer sind fort, eingezogen in die Rote Armee, gefallen oder in Gefangenschaft. Die Zurückgebliebenen empfangen die deutschen Soldaten mit stummer, abwartender Furcht. Sie stehen in den Türen ihrer Häuser, spähen aus den kleinen Fenstern. In ihren Blicken liegen Angst, Misstrauen und eine erschöpfte Ergebenheit. Die Kinder, mager und barfuß, klammern sich an die Röcke ihrer Mütter und starren die Eindringlinge mit großen, ernsten Augen an.

Adler wird mit seinem Kameraden Otto und einigen anderen in das Haus einer Bäuerin einquartiert. Sie ist vielleicht vierzig Jahre alt, sieht aber älter aus. Die Mühsal des Lebens und die Sorge haben ihr Gesicht gefurcht und ihr Haar ergrauen lassen. Sie hat drei Kinder, das älteste ein Mädchen von etwa zwölf Jahren, die beiden jüngeren Knaben. Sie nimmt die Soldaten auf in ihre Stube, nicht aus freiem Willen, sondern weil der Krieg es so will. Doch sie tut es ohne offene Feindseligkeit, mit einer stillen Würde, die Adler beschämt. Sie dringen ein in ihr Heim, in das letzte, was ihr geblieben ist, nehmen ihren Platz am Ofen ein und essen vor ihren hungrigen Kindern ihr Brot. Sie sieht es und sagt nichts.

Die Stube ist ärmlich, aber sauber. Ein großer gemauerter Ofen nimmt fast die Hälfte des Raumes ein. Auf ihm schläft die Familie des Nachts, um die Wärme zu nutzen. An den Wänden hängen ein paar Heiligenbilder, vor denen ein kleines Öllämpchen brennt. In der Ecke steht ein einfacher Tisch mit Bänken. Der ganze Raum atmet eine Armut, die doch nicht ohne Würde ist. Eine bescheidene, gottesfürchtige Häuslichkeit, die Adler seltsam an die einfachen Häuser daheim erinnert. Sie zeigt ihm, dass die Menschen hier, mochten sie auch seine Feinde sein, im Grunde leben und lieben und leiden wie er.

In den ersten Stunden herrscht ein gespanntes Schweigen. Sie teilen keine Sprache, und das Misstrauen liegt wie eine Mauer zwischen ihnen. Doch es ist Otto, der diese Mauer als erster durchbricht. Er ist ein Mensch, der Kinder liebt, und er kann den Anblick der mageren, verängstigten Knaben nicht ertragen. Er holt aus seinem Tornister ein Stück Schokolade hervor, eine kostbare Rarität, und reicht es den Kindern. Diese wagen zuerst nicht zuzugreifen und blicken ängstlich zur Mutter. Als diese zögernd nickt, nehmen sie die Süßigkeit und teilen sie untereinander. Das Leuchten in ihren Augen, die scheue Freude, ist so rührend, dass Adler das Herz aufgeht. Auch er kramt in seinem Gepäck und findet ein paar Zwiebäcke, die er ihnen gibt. So beginnt über die Kinder ein erstes zaghaftes Tauen des Eises zwischen den Bewohnern des Hauses und den Eindringlingen. Adler begreift, dass die Kinder es sind, die sie aneinander erinnern, dass sie Menschen sind jenseits aller Fronten und aller Feindschaft.

Doch das zaghafte Tauen bedeutet nicht, dass das Misstrauen verschwunden wäre. Es liegt zu tief, ist zu sehr genährt von dem, was geschehen ist. Es kehrt immer wieder zurück, bricht hervor in einem misstrauischen Blick, in einer hastigen Bewegung, mit der die Bäuerin ihre Kinder hinter sich zieht, wenn einer der Soldaten sich ihnen unvermittelt nähert. Sie fürchtet sie, und sie hat allen Grund dazu. Sie sind bewaffnete Männer in ihrem Haus, Eindringlinge in einem Land, das sie mit Krieg überzogen haben. Auch von deutscher Seite ist das Misstrauen nicht gewichen. Man hat den Soldaten eingeschärft, den Zivilisten nicht zu trauen, dass unter den harmlosen Bauern Spione und Partisanen sein könnten. So bleibt auch in Adler, trotz allen Mitleids, eine wachsame Vorsicht, ein Argwohn, der sich nicht ganz beschwichtigen lässt. Er ertappt sich dabei, wie er die Bewegungen der Bäuerin verfolgt, darauf achtet, wohin sie geht und mit wem sie spricht. Er schämt sich dieses Argwohns und kann ihn doch nicht ablegen.

Es kommt in jenen Tagen zu einem Vorfall, der das fragile Gleichgewicht zwischen ihnen beinahe zerstört hätte. Ein roher, unsympathischer Bursche namens Brand durchwühlt in einem unbeobachteten Augenblick die Habe der Bäuerin und nimmt ihr ein paar Vorräte fort, etwas Mehl und ein Stück gepökeltes Fleisch, das sie für den Winter zurückgelegt hatte. Als die Frau es bemerkt und sich von Verzweiflung übermannt dagegen wehrt, stößt er sie grob beiseite, sodass sie zu Boden stürzt. Adler kommt gerade hinzu, als dies geschieht. Ein Zorn steigt in ihm auf, wie er ihn lange nicht gefühlt hat. Er stellt Brand zur Rede und befiehlt ihm, der Frau ihre Vorräte zurückzugeben. Es kommt zu einem heftigen Wortwechsel, der beinahe in Handgreiflichkeiten ausartet, hätte nicht der Feldwebel von dem Lärm angelockt eingegriffen. Mit wenigen scharfen Worten zwingt er Brand, das Gestohlene herauszugeben. Der Feldwebel duldet keine Plünderung der Zivilbevölkerung, nicht aus Mitleid allein, sondern auch, weil er weiß, dass solches Tun die Menschen erst recht zu Feinden macht und Partisanen schafft, wo zuvor nur eingeschüchterte Bauern gewesen waren.

Die Bäuerin nimmt ihre Vorräte zurück mit zitternden Händen und einem Blick, in dem Furcht und eine Spur von Dankbarkeit miteinander ringen. Sie sieht Adler an, der für sie eingetreten ist, mit einem langen, prüfenden Blick, als versuchte sie zu ergründen, was für ein Mensch er sei. Adler hält diesem Blick stand. Es ist, als ob in jenem Augenblick eine wortlose Verständigung zwischen ihnen geschieht, ein Erkennen über alle Grenzen der Sprache und der Feindschaft hinweg. Von jenem Tage an ändert sich ihr Verhalten gegen Adler und Otto. Das Misstrauen weicht, wenn auch nicht ganz, so doch ein gutes Stück. Sie beginnt, sie wie Menschen zu behandeln und nicht wie Bestien. Sie wärmt ihnen des Abends einen Krug Milch, den sie irgendwoher beschafft. Einmal backt sie ein dunkles, grobes Brot und reicht ihnen davon. Diese kleinen Gesten der Versöhnung rühren Adler tief. Sie lehren ihn, dass selbst inmitten des Krieges, inmitten von Hass und Misstrauen und Gewalt, die Menschlichkeit nicht ganz erloschen ist.

In jenem Dorf lebt im Hause der Bäuerin auch deren Mutter, eine sehr alte Frau, die sie alle nur die Babuschka nennen. Sie sitzt den ganzen Tag auf der Bank am großen Ofen, in dicke Tücher gehüllt, ein winziges, gebeugtes Wesen mit einem Gesicht, das von tausend Falten durchzogen ist. Ihre Augen sind trüb geworden, blitzen doch zuweilen auf in einer wachen, durchdringenden Klugheit, die Adler erstaunt. Sie spricht kaum, und wenn sie spricht, dann in einem leisen, singenden Tonfall, dessen Worte er nicht versteht. Sie beobachtet die Soldaten mit ihren trüben Augen ohne Furcht. Sie ist zu alt, um sich noch zu fürchten. Sie hat zu viel gesehen in ihrem langen Leben, Kriege und Hungersnöte und Revolutionen. Die Deutschen sind nur die neuesten Plagen in einer endlosen Reihe von Plagen, die über dieses geduldige Land gekommen sind. Sie sieht sie an, wie man ein Unwetter ansieht, das vorüberzieht.

Adler fühlt sich von dieser alten Frau auf eine seltsame Weise angezogen. In den Stunden, da er im Hause ist, setzt er sich oft in ihre Nähe und beobachtet sie. Und sie beobachtet ihn. Zwischen ihnen entsteht eine wortlose Vertrautheit, eine Verständigung jenseits der Sprache, die ihm wohltut. Eines Abends, als die anderen schon schlafen und nur er noch wach am Ofen sitzt und in die Glut starrt, voll von dunklen Gedanken, beginnt die alte Frau leise zu ihm zu sprechen. Obwohl er kein Wort ihrer Sprache versteht, lauscht er ihr, denn der Klang ihrer Stimme hat etwas Tröstliches. Sie spricht lange mit ihrer singenden, brüchigen Stimme, und ihre faltigen Hände bewegen sich dabei, als erzählte sie eine Geschichte. Adler glaubt zu verstehen, ohne die Worte zu verstehen, dass sie von früher spricht, von vergangenen Zeiten, von Söhnen vielleicht, die sie verloren hat. Am Ende greift sie nach seiner Hand und hält sie fest in ihren trockenen, kühlen Fingern und sieht ihm in die Augen. In ihrem Blick liegt ein Mitleid, das nicht ihm allein gilt, sondern allen jungen Männern, die in diesem Land sterben müssen. Ein uraltes, mütterliches Mitleid, das die Grenzen der Völker und der Fronten nicht kennt. Sie sagt ein Wort, das sie mehrmals wiederholt, ein einziges Wort. Adler fragt später einen Kameraden, der ein wenig Russisch aufgeschnappt hat, was es bedeute. Es bedeutet so viel wie Junge oder Knabe. Adler treten die Tränen in die Augen. Diese fremde alte Frau hat in ihm nicht den Feind gesehen, nicht den Eindringling, sondern nur einen Jungen, ein Kind, das in der Fremde verloren ist, weit fort von seiner Mutter.

Diese Begegnung mit der alten Frau geht Adler tiefer nach als vieles andere in jenen Wochen. Sie zerstört vollends das Bild des Feindes, das man in ihm hatte aufbauen wollen, das Bild von den Untermenschen, den Bestien, den seelenlosen Massen des Ostens. An seine Stelle setzt sie das Bild eines uralten, leidgeprüften Volkes, das lebt und liebt und leidet wie er. Er beginnt in jenen Tagen zu zweifeln an dem ganzen Unternehmen, in das man sie hineingeworfen hat, zu zweifeln, ob es recht sei, was sie hier tun in diesem fremden Land gegen diese fremden Menschen. Doch er spricht diese Zweifel nicht aus. Sie sind gefährlich. So trägt er sie in sich, eine wachsende dunkle Last, die schwerer wiegt als das Gepäck auf seinem Rücken.

Als sie das Dorf verlassen, sitzt die alte Frau auf ihrer Bank am Ofen. Adler tritt noch einmal zu ihr, nimmt ihre Hand und drückt sie. Sie sieht ihn an und nickt und sagt wieder jenes eine Wort. Er geht hinaus in den grauen Morgen und reiht sich ein in die Marschkolonne. Er blickt zurück auf das niedrige Haus mit dem strohgedeckten Dach, in dem die alte Frau sitzt. Er weiß, dass er sie nie wiedersehen wird und dass er sie doch nie vergessen wird, solange er lebt.

Der Morgen ihres Aufbruchs aus dem Dorf ist kühl und klar. Einer jener seltenen Herbsttage, an denen der Regen Einhalt gebot und die Sonne blass und golden über den abgeernteten Feldern steht. Adler erinnert sich, dass er an jenem Morgen mit einem schweren Herzen die wenigen Habseligkeiten zusammenpackt. Die Tage in diesem Haus, so kurz sie gewesen sind, haben ihm eine Ruhe geschenkt, ein Gefühl von Geborgenheit und beinahe von Heimat, das er seit langem entbehrt hat. Es fällt ihm schwer, dies aufzugeben und zurückzukehren in das Elend des Marsches und die Ungewissheit des Krieges.

Die Bäuerin steht in der Tür, als sie aufbrechen, die drei Kinder um sich geschart. In ihrem Gesicht liegt nun nichts mehr von dem Misstrauen der ersten Tage, sondern eine stille, beinahe traurige Anteilnahme. Sie hat Adler und Otto am Morgen jedem ein Stück von ihrem dunklen Brot in den Brotbeutel gesteckt, heimlich, als schämte sie sich der Gabe. Diese kleine Großzügigkeit einer armen Frau, die selbst kaum genug für ihre Kinder hat, rührt Adler mehr als alles andere und beschämt ihn zugleich. Sie sind als Eindringlinge gekommen, als Feinde. Und sie entlässt sie mit Brot, als wären sie ihre eigenen Söhne, die in die Fremde ziehen.

Das älteste Kind, das Mädchen von zwölf Jahren, mit dem Otto in den letzten Tagen Freundschaft geschlossen hat, weint, als sie gehen. Stille Tränen laufen ihm über die mageren Wangen. Otto kniet vor ihm nieder und spricht ihm zu in jener sanften Art, die ihm eigen ist. Er gibt ihm zum Abschied seine eigene kleine Mundharmonika, eine billige, abgegriffene Mundharmonika, die ihm doch lieb gewesen war. Das Mädchen nimmt sie und drückt sie an sich und sieht Otto an mit großen, dankbaren Augen. Auch Otto sind die Tränen nahe. Adler wendet sich ab. Dieser Abschied zwischen dem deutschen Soldaten und dem russischen Kind über alle Gräben des Krieges hinweg ist von einer Reinheit und einer Traurigkeit, die sein Herz beinahe zerbrechen lässt.

Sie reihen sich ein in die Kolonne, und das Dorf entlässt sie in den klaren Morgen. Adler blickt zurück, solange er kann, auf die niedrigen Häuser, auf die Frau in der Tür, auf die Kinder, die ihnen nachwinken, auf das Mädchen, das die Mundharmonika an die Lippen setzt und einen schiefen, unbeholfenen Ton hervorbringt, der ihnen nachklingt, als sie sich entfernen. Schließlich verschwindet das Dorf hinter einer Anhöhe. Es ist fort für immer.

Lange gehen Otto und Adler schweigend nebeneinander her an jenem Morgen, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. Endlich sagt Otto leise, ohne ihn anzusehen, dass er sich frage, was wohl aus der Frau und den Kindern werde, ob sie den Winter überstünden, ob die nächste Truppe, die durch ihr Dorf ziehe, ebenso gesinnt sei wie sie oder ob ihnen Schlimmes widerfahre. Adler weiß keine Antwort, denn er fürchtet dasselbe. Er fürchtet, dass das Schicksal dieser Menschen, die ihnen für eine kurze Spanne wie eine Familie gewesen waren, dunkel und grausam sein wird. Dieser Gedanke liegt schwer auf ihm, schwerer als die Furcht um sein eigenes Leben. Er begreift in jenen Stunden, dass das Schlimmste am Krieg vielleicht nicht der eigene Tod ist, sondern das Leiden der Unschuldigen, das man mit ansehen muss und nicht verhindern kann.

Adler trägt das Bild der Bäuerin und ihrer Kinder und der alten Frau am Ofen mit sich fort, hinein in das graue, regennasse Land, dem fernen Moskau entgegen. Er weiß, dass diese Begegnung ihn verändert hat. Er kann das Feindbild, das man ihm hatte einpflanzen wollen, nun nicht mehr glauben. Von nun an wird er in jedem Russen, auf den seine Waffe sich richtet, auch einen Sohn sehen, einen Bruder, einen Menschen. Dies wird seine Last schwerer machen, doch er will diese Last nicht mehr ablegen, denn sie ist das letzte, was ihm geblieben ist von seiner Menschlichkeit.

Die letzten Zeilen des Tagebuchs, datiert auf den 28. September 1941, sind mit zitternder Hand geschrieben. Adler notiert: Wir haben heute morgen das Dorf verlassen, in dem wir einquartiert waren. Ich schreibe diese Zeilen am Abend im Lager, und das Herz ist mir schwer. Drei oder vier Tage waren wir dort in dem Haus der Bäuerin, und ich habe in dieser kurzen Zeit mehr gelernt als in all den Wochen davor. Ich habe gelernt, dass die Menschen hier keine Bestien sind. Eine arme Frau, die kaum genug für ihre Kinder hat, hat uns zum Abschied Brot in die Beutel gesteckt. Uns, die wir als Feinde gekommen sind. Ich schäme mich, wenn ich daran denke. Da war eine alte Frau, die Großmutter. Sie saß den ganzen Tag am Ofen. Eines Abends hat sie meine Hand genommen und mich angesehen und ein Wort gesagt, immer wieder. Karl sagt, es heißt Junge. Sie hat in mir keinen Feind gesehen, nur einen Jungen, der weit von zu Hause ist. Ich werde diese alte Frau nie vergessen. Otto hat dem kleinen Mädchen seine Mundharmonika geschenkt. Sie hat geweint, als wir gingen. Er auch, glaube ich. Ich habe mich abgewandt. Otto fragt sich, was aus ihnen wird, ob sie den Winter überstehen, ob die nächsten Soldaten so sind wie wir. Ich fürchte die Antwort. Etwas hat sich in mir verändert. Ich kann nicht mehr glauben, was man uns über den Feind erzählt hat. Das macht alles schwerer. Aber ich will es nicht anders. Lieber trage ich schwer, als dass ich vergesse, dass auch die da drüben Menschen sind. Mehr darf ich nicht schreiben. Solche Gedanken sind gefährlich. Martin.